Systemische Aufstellungen

"Blut ist dicker als Wasser"

Oder: die Familie ist die schwierigste Bühne überhaupt.


Wer kennt das nicht: bei seinen Eltern oder Geschwistern verhält man sich auch nach vielen Jahren des Erwachsenenlebens immer noch anders als bei allen anderen Menschen. Oft fühlt man sich wieder klein und ohnmächtig, schlüpft in alte Rollen oder macht faule Kompromisse. Aber man kann einfach nicht anders. Wieso?

Weil wir in unseren Familien lernen, wie man lebt, und das noch lange bevor man lernt zu sprechen. Wir übernehmen unbewusst alle Verhaltensweisen und Wertesysteme unserer Familien. Oft sind diese seit vielen Generationen weitervererbt und nie hinterfragt worden. Wahrscheinlich also nicht mehr aktuell. Auch Veranlagungen zu psychosomatischen Erkrankungen werden auf diese Weise weitergegeben.


In der Familienaufstellung wird auf der familiären Bühne das Licht angeschaltet, so dass die unbewussten Strukturen sichtbar und damit erfahrbar werden. So können sie ein wunderbares Werkzeug sein, sich aus familiären Verstrickungen zu lösen.


Dabei ist es ganz einfach: Menschen kommen zusammen, und der Aufsteller benennt „Darsteller“ aus dem Kreis für sich und seine Familienmitglieder. Diese positioniert er im Raum und es beginnt: die Menschen fühlen, wie die „echten“ zueinander stehen, ganz wörtlich gemeint. Und damit beginnt es, sichtbar zu werden.

Ein Aufstellungstag ist ein sehr emotionales, lebendiges Ereignis, das für alle im Raum heilsame neue Einsichten bringt, für die Aufsteller, aber auch für die anderen Teilnehmer.


Das Familienaufstellen ist vor allem bekannt als ein guter Weg übernommene Belastungen aus unserer Herkunftsfamilie zu klären und aufzulösen.


Beispiele:
- Ähnliche Erkrankungen

 - immer wieder kehrende Verhaltensmuster

 - Schicksalsschläge etc., die über Generationen wiederholt werden

 - wiederkehrenden Konflikten in Beziehungen familiär, beruflich, im sozialen Umfeld
 - schwierigen, scheinbar nicht zu lösenden zwischenmenschlichen Situationen wie z. B. bei Erbstreitereien, in Trennungsprozessen etc


Neben Familienstellen profitieren viele andere Bereiche von der Methodik wie z. B. bei:
- Selbstzweifel und Ängste

 - Schwächung des Selbstwertgefühls

 - Gefühl von Schuld oder Verantwortung

 - Entscheidungen jeder Art im Beruf, Freizeit etc
- Mangel an Lebensfreude und innerem Frieden
- ständiges Verausgaben, Anstrengen, Erschöpfen


Einzelsitzungen sind jederzeit möglich, wenn eine Gruppe zu viel ist.